Liebe deine Art

Nichts anderes als der “ 54.Internationale Kunstmarkt“, die diesjährige Art Cologne, ist mit dieser „Liebesaufforderung“ gemeint. Allen epidemischen Schwierigkeiten und daraus folgenden Einschränkungen zum Trotz war die Art insgesamt ein gelungenes künstlerisches Ereignis, das Mut macht, an die Weiterentwicklung der Künste und des Kunstmarkts zu glauben. Mehrere gute Gründe geben dazu Veranlassung . Zunächst kann die Realisierung eines solchen Ereignisses nicht hochgenug bewertet werden, weil sie den Künstlern, den Galerien und dem kunstinteressierten Publikum zu einer positiven, zukunftsorientierten Grundstimmung verhilft, der sie heutzutage dringend bedürfen. Diese ist keineswegs auf das Messegeschäft beschränkt sondern gilt auch für den Kunstmarkt ausserhalb der Messe, also für den Kunsthandel im weiteren städtischen Umfeld. Sicher, nach der reinen Anzahl der Anbieter gerechnet, blieben die  Anbieter der diesjährigen Art hinter den Vorjahren zurück. Das galt namentlich für international agierende Galerieen. Dennoch verblieb bei den Anbietern ein repräsentativer Fundus, auch von Galerieen, die bisher noch nicht in Köln vertreten waren.

Dem Entstehen der Werke nach unterscheidet die Messe Nachkriegskunst(modern postwar) und zeitgenössische Kunst (contemporary art) und gibt damit den künstlerischen Entwicklungen gebührenden Raum. Im Bereich der zeitgenössischen Kunst fehlt es nicht an geradezu sensationellen Werken, etwa wenn man an die Bilder der polnischen Künstlerin Aneta Kajzer denkt. Die Nachkriegskunst überbietet sich geradezu mit grossen Namen, die zum Kauf angeboten werden. Die Messe war lebhaft besucht. Dem Publikum war anzumerken, dass es sich darüber freute, dass eine repräsentative Kunstmesse quasi eine Wiedergeburt feiert.

Herwig Nowak

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